Erwerbsminderungsrente - was erwartet den Erwerbsminderungsrentner ?

Die Erwerbsminderungsrente ist eine Leistung der gesetzlichen Deutsche Rentenversicherung. Sie löste 2001 die bis dahin geltende Berufs- und Erwerbsunfähigkkeitsrente ab.
Begriffe wie Erwerbsunfähigkeit und Invalidität vielen ganz weg. Damit stiegen die Voraussetzungen für den Erwerbsminderungsrentner stark an. Neu sind die folgenden Begriffe:

Zurechnungszeit

Die gesetzliche Rentenversicherung schreibt bei Erwerbsminderung die sog. Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr fest.
Dadurch sollen Versicherte, die wegen eines Unfalls oder einer schweren Krankheit nicht mehr arbeiten können und nur wenige Versicherungsjahre ansammeln konnten, eine ausreichende Rente erhalten.

Teilweise Erwerbsminderung

Eine teilweise Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch drei bis unter sechs Stunden täglich tätig sein kann. Das ist unabhängig vom erlernten Beruf.

Wenn der Arbeitsmarkt keine passenden Arbeitsplätze bietet, kann eine Rente wegen voller Erwerbsminderung gewährt werden. Man spricht dann auch von der "Arbeitsmarktrente".

Volle Erwerbsminderung

Wenn die Erwerbsfähigkeit so stark eingeschränkt ist, dass Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt weniger als drei Stunden täglich verrichtet werden können, liegt volle Erwerbsmminderung vor.

Teilweise Erwerbsminderung kann durch Einschränkungen wie die sog. "Wegefähigkeit" zu voller Erwerbsminderung führen. Damit ist die Fähigkeit gemeint, einen Arbeitsplatz überhaupt erreichen zu können.

Weitere Aspekte

Dieser Schutz gegen das Erwerbsminderungsrisiko erfolgt durch die Deutsche Rentenversicherung
- ohne Gesundheitsprüfung beim Eintritt
- Frauen zahlen trotz höherer Risiken den gleichen Beitrag wie Männer
- auch Erwerbsgeminderte können die Riester-Förderung erhalten.

Fazit

Im Vergleich zur früheren Situation sind die Anforderung für die Genehmigung der Erwerbsminderungsrente gestiegen und die Höhe der Leistungen der gesetzlichen Deutsche Rentenversicherung gesunken.

Deshalb müssen Sie mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung Ihre Altersvorsorge privat ergänzen. Wenn Sie aber die Kosten sehen, verstehen Sie vielleicht, warum dies die gesetzliche Deutsche Rentenversicherung nicht mehr leisten kann.

Die Stiftung Warentest hat allein 22 Kriterien mit verschiedenen Unterpunkten zusammengestellt, die zu beachten sind.
Umso mehr müssen Sie beim Abschluß einer Berufsunfaehigkeitsversicherung höllisch aufpassen, dass Sie im Schadensfalle nicht leer ausgehen.

Ein Versicherungsvergleich und die Beratung durch einen von der IHK zugelassenen Versicherungsberater werden empfohlen.

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