Das Tagesgeldkonto - hohe Flexibilität und Inflationssicherheit?

Geldanlage mit hoher Flexibilität

Das Tagesgeld auf dem Tagesgeldkonto zählt zu den Bankeinlagen und ist wie Geld auf einem Girokonto ständig verfügbar. Bankeinlagen werden oft auch als Sichteinlagen bezeichnet und zählen zu den sicheren Geldanlageformen .

Im Gegensatz zum Girokonto können Sie meist aber keine Direktüberweisungen, Abbuchungsaufträge usw. abwickeln. Sie müssen zuerst das Geld auf ein vorher schriftlich festgelegtes Referenzkonto überweisen. Üblicherweise ist dies Ihr Girokonto.
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Zinsen

Der Zinssatz liegt meist unter dem von vergleichbarem Festgeld.
Wenn Sie als Neukunde ein Tagesgeldkonto eröffnen erhalten Sie meist bessere Konditionen als der Stammkunde.
Es gibt aber auch Banken, die Bestandskunden die gleichen Zinskonditionen wie Neukunden einräumen.

Wiederum andere Banken belohnen den Anleger für neue Anlagebeträge zusätzlich mit einem Geldbonus.

Achtung: Daraus entwickeln manche Finanzvermittler Lockvogelangebote mit hohen Zinssätzen. Diese Zinssätze treffen allerdings nur im ersten Jahr und nur für einen ganz bestimmten Anlagebetrag zu, der Ihnen aber nicht genannt wird.

Wenn Sie sich die Mühe für das Post-Identverfahren und die Ermittlung des richtigen Anlagebetrages machen, können Sie für diesen Betrag die hohen Zinsen für sich nutzen.

Beispiel:
Sie bekommen als Neukunde einen Basiszins von 2,4 % und einen Extrabonus von 30 Euro.
Wenn Sie jetzt 1000 Euro anlegen, können Sie im 1. Jahr eine Rendite von bis zu 5,4 % für diesen Betrag erreichen.

Hier finden Sie ein positives Beispiel für ein solches Tagesgeldkonto:

www.bankofscotland.de

Zinsunterschiede zwischen Filial- und Direktbanken

Die Stiftung Warentest hat die Tages- und Festgeldzinsen der deutschen Banken verglichen.
Das Ergebnis: Gute Zinsen gibt es nur bei wenigen niedergelassen Banken. Zu Direktbanken liegt der Zinsunterschied bei bis zu zwei Prozent.

Zinszahlungstermin

Sehr wichtig ist auch der Zinszahlungstermin. Je häufiger die Zinsen gezahlt werden - z.B. monatlich - umso stärker wirkt der Zinseszinseffekt und umso höher fällt die Rendite aus.

Bei der Zinsgutschrift haben Sie dadurch einen Vorteil gegenüber Festgeld, da dort die Zinsgutschrift nur jährlich festgeschrieben wird und sich dadurch die

Zinseszinsen schlechter entwickeln als bei kurzfristiger Zinsgutschrift.
Einige Banken bieten das Tagesgeld auch mit quartalweiser oder sogar monatlicher Zinsgutschrift an.

Sicherheit

Neben der Einlagensicherung sollte es Betrügern schwer fallen, an Geld dieser Anlageform zu gelangen. Das hängt damit zusammen, dass Überweisungen nur auf das vom Anleger vorher festgelegte Referenzkonto möglich sind.

Nachteil

Der Zinssatz kann sich täglich ändern, vor allem wenn eine Bank mit Topzinsen geworben hat. Im allgemeine passen die Banken die Zinsen dem Marktzins an.
Dem können Sie entgehen, da manche Banken den Zinssatz bis ca. 6 Monate festschreiben. Sie haben damit Flexibilität und zusätzlich die Zinssicherheit eines Festgeldkontos.

Wie beim Festgeld versuchen verschiedene Banken kostspielige Zusatzbedingungen, wie Depoteröffnung usw. beim Tagesgeld durchzusetzen.
Es gibt aber Banken, die darauf verzichten.
Und wenn Sie gerade einen Depotwechsel planen, können Sie sogar kurzzeitige Schnäppchen realisieren.

Generell sollten Sie beim Tagesgeld vergleich auf die folgenden Punkte achten.

Checkliste für Tagesgeldangebote

- Ab wann gilt der Zinssatz?
- Wie lange gilt der Zinssatz?
- Wann erfolgt die Zinsgutschrift?
- Wie hoch ist die Maximal- bzw. Minimalanlage?
- Was passiert bei Unterschreitung, was bei Überschreitung?
- Gilt der Zins nur für Neukunden?
- Werden Sie bei Änderungen automatisch benachrichtigt?
- Ist die Kontoführung per Telefon, in der Filiale oder nur Online möglich?
- Einmalige Kosten für Kontoeröffnung?
- Monatliche Kontoführungsgebühr?
- Kosten pro Überweisung auf Referenzkonto?
- Kosten für Änderung des Referenzkontos?
- Zahlungsverkehr auf diesem Konto möglich?
- Werden irgendwelche kostspieligen Zusatzbedingungen gefordert?

Fazit

Mit Geldanlageformen wie Bankeinlagen ist es schwierig und mühsam eine ordentliche Rendite zu erhalten, welche die Inflationsrate übertrifft.
Das trifft auch auf Festgeld zu.
Da ist das Tagesgeldkonto wohl die effektivste Bankeinlage.
Mit dem folgenden Leistungsvergleich der besten Tagesgeldkonten können Sie sich die Auswahl erleichtern.

Alternative

Mit Geldanlagen in Sachwerte mit Inflationssicherheit können Sie dann und wann der Inflation ein Schnippchen schlagen.

Hinweis: Alle Aussagen auf dieser Seite sind persönliche Meinungsäußerungen des Autors und auf keinen Fall als Anlageempfehlungen im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes zu verstehen.

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